Geschichte
Der Selbsthilfe Jugendtreff „Pink Panther” e.V. – ein Verein aus Stollberg
Von den Anfängen bis heute - eine kurze Schilderung der Geschichte des Pink Panther e.V.
1. Vom Countryclub zum Jugendtreff
Die Geschichte beginnt im April 1990: am 30.04.1990 fand sich in Stollberg eine Gruppe von musikbegeisterten jungen Leuten zusammen, um eine Initiativgruppe, nämlich den Stollberger "Countryclub" zu gründen.
2. Die Gründung des Vereins
So entwickelte sich das Ganze etwa drei Jahre lang; auf der Grundlage des stetig gewachsenen Engagements stand schließlich irgendwann die Idee im Raum, einen eigenen Verein zu gründen. Die von den jungen Leuten damals selbst erarbeiteten Vorschläge für eine Satzung waren dann sozusagen die Basis für die Gründung des ”Pink Panther” Vereins. Wie und Warum man sich auf den Namen „Pink Panther“ einigte, ist allerdings nicht überliefert. Allem Anschein hat das wohl schon mit diesem etwas skurrilen Inspektor zu tun. Nach der Gründungsversammlung, die am 26.05.1994 stattfand, erfolgte die Registrierung beim Stollberger Amtsgericht. Ein Gründungsmitglied, nämlich Herr Heinz Pechstein ist sogar heute noch ehrenamtlich im Vorstand des „Pink Panther“ e.V. tätig. 1995 schließlich begann auch die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in Stollberg. Am 23. 05.1996 erhielt der Verein die Bestätigung der Gemeinnützigkeit, die Anerkennung als Freier Träger der Jugendhilfe erfolgte am 28.08.1996.
3. Der „Pink Panther“ zieht um
Ein derber Rückschlag war indes die Kündigung des Mietvertrages im "Haus der Jugend". Vorher hatte es Beschwerden von Anwohnern gegeben, welche die Lautstärke bei den inzwischen regelmäßig stattfindenden Diskotheken als enorm störend empfanden. Außerdem sollten die Räumlichkeiten der Kreismusikschule zur Verfügung gestellt werden. Jugendliche und Vereinsmitglieder protestierten. Die Stadt Stollberg stellte dem Verein jedoch alsbald adäquaten Ersatz, nun etwas außerhalb des Stadtkerns zur Verfügung. Die Eröffnung des neuen Jugendhauses am Pionierpark war am 31.01.1997. Die Stadt Stollberg unterstützte den Verein auch weiterhin, sorgte für drei ABM – Kräfte, übernahm außerdem die Lohnrechnung sowie die Antrags- und Abrechnungsmodalitäten für das Arbeitsamt. Grundlage der Zusammenarbeit war ein Kooperationsvertrag mit der Stadt Stollberg, welcher dem "Pink Panther" e.V. die Nutzung der neuen Räumlichkeiten für zehn Jahre zusicherte.
4. Die ersten Mitarbeiter – die ersten Projekte
Am 16.02.1998 startete dann schließlich die erste ABM des „Pink Panther e.V. nun mit den ersten „eigenen“ wiederum drei Jugendpflegern. Ein Schwerpunkt war damals unter anderem die Arbeit an dem vom Jugend- und Landesjugendamt mit insgesamt 55.000,- DM geförderten Ökoprojekt. Seit dem 16.2.1999 gibt es im e.V. einen geschäftsführenden Jugendpfleger. Inzwischen hatte der e.V. ein Gewerbe zur Betreibung eines Zweckbetriebes angemeldet, was stets wichtig für die Erwirtschaftung von Eigenmitteln war – und noch ist. Anfang 1999 übernahm der Verein die Trägerschaft über den Jugendclub in Beutha. In kleinen Schritten bewegte sich in diesem Jahr einiges in Richtung Medienprojekt: (Zeitungsartikel, Regionalfernsehen). Nach einem Besuch der Filmstudios in Babelsberg entstand die Idee zu einem Videoprojekt. Dank einiger engagierter Jugendlicher entstand auch ein kleines Computerkabinett, in welchem 4 PC´ s zum Spielen, Bewerbungen schreiben, kreativem Gestalten oder zum Lernen bereit standen. Im Jahr 2000 startete die Veranstaltungsreihe ”Live im Club” im Rahmen eines Musikprojektes.
5. Die Computer ziehen ein …
Parallel dazu, nach erneuten Umbauten bzw. -gestaltungen gab es endlich einen kleineren Medienraum mit 3 PC ´s zum Spielen sowie zwei PC ´s zum Surfen im Internet oder um etwas Kreatives zu machen. Der Bedarf der Clubbesucher an PC-Ausstattung war indes noch nicht abgedeckt. Inzwischen war ein Programm für die computergesteuerte Lichtanlage geschrieben, welches seitdem die regelmäßig im Club stattfindenden Livemusikveranstaltungen noch immer bereichert. Ende 2001 war Jugendtreff in der Schneeberger Straße eingebrochen worden - dass einen Monat zuvor neu eingerichtete Medienkabinett restlos ausgeräumt. Nach der Wiederbeschaffung ging nun kein Weg mehr an der Installation einer Sicherheits- bzw. Alarmanlage vorbei. In diese Zeit fiel die Förderung zum Jugendmedienzentrum nach einer Ausschreibung der Stiftung für Demokratische Jugend aus Berlin im Rahmen der Initiative: ”Jugend ans Netz in Sachsen". Die vom ”Pink Panther” e.V. eingereichte Konzeption - aus welcher hervorging, wie sich der „Pink Panther“ medientechnisch entwickelt hat - veranlasste die Jury, den Verein zum medienpädagogischen Zentrum zu ernennen. Nach Einbau Alarmanlage, Umbauten, Renovierung und Serverinstallation konnte im Mai 2002 endlich der neue Medienraum eröffnet werden. Dieser steht allen Besuchern von Montag bis Freitag von 14 - 22. 00 Uhr zur Verfügung.
6. Expansion
Anfang 2002 übernahm der e.V. die Trägerschaft über einen weiteren Jugendtreff, den Stollberger Goetheclub.
7. Das Jubiläum - 10 Jahre „Pink Panther“
Im Mai 2004 feierte der Verein sein 10jähriges Bestehen. Dazu gab es unter anderem einen festlichen Empfang,
8. Überall mit dabei …
Auch 2005 finden wieder zahlreiche Konzerte statt, erstmalig gibt es nun auch eine Winterferienwoche und
9. Platz 3 bei bundesweitem Plakatwettbewerb
Der Anruf aus Berlin kam überraschend: Das Team "Pink Panther" (Teilnehmerinnen: Tina Hennig, Lisa Maria Klehr, Maxi Pecher, Julia Kirsten und Peter Viertel hatte beim Europäischen Jugendwettbewerb rund um "Gemeinsam gegen Diskriminierungen" ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt, das von ihnen gestaltete Plakat zum Thema „Nichtdiskriminierung in der EU“ war im bundesweiten Wettbewerb - bei über 600 Einsendungen - unter die ersten drei Plätze gekommen. Am 19.11. 2007 ging es dann sehr früh mit Bundesbahn und ICE nach Berlin zur Siegerehrung. Treffpunkt aller „Siegerteams“ war am Berliner Hauptbahnhof. Gemeinsam mit den anderen Gruppen, aus Düsseldorf, Krefeld, Ingolstadt, Handrup und Unna stand zunächst die Besichtigung des Bundestages auf dem Programm. Nach kurzem Stadtrundgang, Bowling am Ostbahnhof und gemeinsamen Abendessen wurden die Hotelzimmer bezogen und sich etwas Ruhe gegönnt. Die Siegerehrung fand dann am 20.11. 10.30 in der Vertretung der Europäischen Union, Berlin - „Unter den Linden“ statt. Nach Verlesung einer Rede von Franco Frattini, Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit und Vize - Präsident der Europäischen Kommission erfolgte die Siegerehrung durch Herrn Hartenbach, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Justiz und Dr. Sabathil, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Die Pink Panther Mannschaft erreichte den 3. Platz, war aber dennoch sehr stolz. Immerhin war es das einzige Gewinnerteam aus den neuen Bundesländern! Übrigens wurde das Plakat – auch auf Wunsch des Stollberger Bürgermeisters, Herrn Marcel Schmidt - ab Dezember in einigen öffentlichen Einrichtungen der Stadt Stollberg (z.B. Bibliothek, Stadtverwaltung; Schulen …) ausgestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Maik Bohn, der dass Projekt foto- und videotechnisch betreut hat.
10. Umzug des „Goetheclub“
Dass irgendwann ein Umzug erfolgen wird, war uns bereits ja seit längerem bekannt. Und da wurde immer mal wieder – auch mit Jugendlichen – darüber gesprochen und diskutiert. Zum Beispiel über Vorzüge (zentrale Lage) und Nachteile (Außengelände) … Der neue Standort, in unmittelbarer Nähe des Stollberger Gymnasiums und des Kulturbahnhofs, wird indes sowohl von Mitarbeitern als auch von Klientel gut akzeptiert. Wir als Verein sahen das Ganze zunächst als Herausforderung. Jedenfalls haben wir in der neuen Einrichtung vielfältige, am Bedarf der jungen Menschen orientierte Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung geschaffen. Von vielen Besuchern des Jugendtreffs Goethestraße kam bis dato viel positives Feedback. Eigentlich ist die neue Pink Panther – Einrichtung viel mehr als ein adäquater Ersatz für den ehemaligen Goetheclub...
11. „Carl´s“ – der Schulclub im Carl von Bach Gymnasium
Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien 2008 war es soweit: Der Schulclub wurde mit zahlreichen hochrangigen Gästen feierlich eingeweiht. Pink Panther e.V. übernahm die Trägerschaft für die Jugendarbeit im Gymnasium. Während der Feierstunde übergab der damalige Schulleiter Siegfried Schulze den Schlüssel an Schülersprecher Alexander Bräuer: „Nun gilt es den Raum des Schulclubs weiter mit Leben zu füllen“. Dieser Aussage folgen nun täglich bis zu 50 Schüler, die mit viel Spaß Tischkicker, Billard, Dart, Wii und zahlreiche Gesellschaftsspiele spielen. Aber auch Hausaufgaben und spannende Austauschrunden kommen nicht zu kurz. Der Schulclub ist Bestandteil der Ganztagesangebote. Mit seinen freizeitpädagogischen Angeboten bereichert er den Lern- und Lebensraum des Carl von Bach Gymnasiums. Er bietet Freiraum für Schüler und Lehrer und ist zu einem wichtigen Anlaufpunkt in Pausen, Freistunden und nach Unterrichtsschluss geworden.
12. 15 Jahre Pink Panther
Am 05.06.2009 feierten wir unser 15-jähriges Bestehen. Dazu gab es vormittags in der Einrichtung „am Pionierpark“ einen feierlichen Empfang für geladene Gäste. Bei der Eröffnungsrede des 1.Vorsitzenden, Herrn Renè Behrend ging es dann auch um einen Rückblick auf die Vereinsgründung am 26.Mai 1994, den Eintrag ins Vereinsregister und vor allen Dingen natürlich um die inhaltliche Arbeit in den verschiedenen Einrichtungen in Trägerschaft des Vereins. Dabei wurde deutlich, dass der „Pink Panther“ e.V. durch seine kontinuierliche und gute Arbeit für Kinder und Jugendliche aus dem Einzugsgebiet immer mehr zum Begriff wurde: in all den Jahren gab es viele Höhepunkte, darunter schöne Ferienprogramme, interessante Projekte, tolle Musikveranstaltungen und vieles mehr. Im Laufe der Jahre übernahm der Verein die Trägerschaft über 4 weitere Jugendeinrichtungen in Stollberg und Beutha. Der „Pink Panther“ e.V. steht für alle offen, niemand soll diskriminiert werden. Dass das funktioniert, dafür spricht auch der 3. Platz bei einem bundesweiten Plakatwettbewerb „Gegen Diskriminierung“ in der EU. Die Anerkennung der Arbeit des Vereins kam auch bei den Grussworten der Gäste deutlich zum Ausdruck. Der Nachmittag stand im Zeichen der „Kleinen“ – ab 15 Uhr gab es für Kids und Teenies ein schönes Indianerfest mit Ponyreiten, Goldnuggets schürfen, Indianerquiz, Bogenschießen, Indianertanz, Tomahawk werfen, Indianerschmuck basteln und einigem mehr. Die etwa 50 kleineren Gäste waren jedenfalls begeistert. Am Abend rockten - sozusagen für die älteren Jugendlichen - die Bands „The Suffy Sand Combo“ und die Lokalmatadoren „Sinkless.
